Meditation erklärt

Meditation. „Du solltest täglich 20 Minuten meditieren. Außer wenn Du keine Zeit hast und zu beschäftigt bist, dann solltest Du eine Stunde meditieren“, so ein altes Zen-Sprichwort. Die Zen-Philosophie dahinter ist: “Wenn Du es besonders eilig hast, geh die große Runde extra langsam“.

Ich habe mir das tägliche Meditieren zur festen Gewohnheit gemacht und dabei festgestellt, dass dieses keine Zeitverschwendung, sondern ein Zeitgewinn ist. Die dort freigesetzte Energie, Klarheit und Zentrierung sind wesentliche Tragpfeiler für Erfolg in Leben und Beruf. Meditieren und bewusstes Atmen beruhigen auch das Nervensystem, verbessert die Stimmung und bewirken ein größeres Gefühl des Friedens. Die Meditation trägt das Potenzial zur Transformation in sich. Es ist das tägliche Training, sein Bewusstsein zu erweitern. Ob Sie morgens, als Pause während Ihrer Arbeitszeit oder abends meditieren, ob Sie mit fünf, 10 oder 20 Minuten beginnen, ist dabei egal. Auch eine 1 Minuten-Atemmeditation ist schon ein heilsames Tagesritual, denn es gibt eine starke Verbindung zwischen dem Atmen und unserem Geist und bewusstes Atmen schafft eine Verbindung zu uns selbst. Wenn wir lernen, unseren Atem zu kontrollieren, können wir nahezu jede Herausforderung meistern. Wichtiger als die Länge der Meditation sind die Qualität und Regelmäßigkeit.

Was ist Meditation? Achtsamkeitsmeditation und andere Meditationsarten

Allgemein unterscheidet man zwischen passiven und aktiven Meditationsformen. Es gibt viele unterschiedliche Meditationsarten, darunter die “Dynamische Meditation von Osho”, “Zazen” (Meditieren im Zen-Buddhismus), Stillemeditation, Achtsamkeitsmeditation, Konzentrationsmeditation, Transzendentale Meditation, Bodyscan, Gehmeditation, Atemmeditation oder Mantra-Meditation. Auch eine Meditations-App – meist mit geführten Meditationen – oder die Begleitung einer guten Meditationsmusik sind ein guter Einstieg zur Meditation.

Unser Geist denkt in Zeitabschnitten von 3 Sekunden. Dabei ist unser Geist selten im gegenwärtigen Moment, sondern immer dabei, Vorhersagen zu treffen. Das Ziel aller spirituellen Lehren und Meditationstechniken ist, im Moment zu sein. „Sei jetzt hier“, sagte Ram Dass.

Meditation gilt seit Jahrtausenden als der Schlüssel zu Achtsamkeit, Konzentration, Bewusstsein, Ausgeglichenheit, Fokussierung, Liebe und als der Weg zu uns selbst. Und vor allem schult uns das Meditieren darin, unser Glück oder Unglück nicht an äußeren Faktoren festzumachen, sondern unabhängig in unserem Inneren zu erschaffen.

Obgleich das tägliche Meditieren derzeit wieder populär geworden ist, bemerke ich bei vielen Menschen eine gewisse Frustration oder Resignation. Das tägliche Meditieren erscheint mühevoll. Zu viele Gedanken machen sich in der Stille breit und geben das Gefühl, dass die Meditation nicht funktioniert und uns noch unruhiger macht. Und je ohrenbetäubender die Stille erscheint, desto mehr werden wir mit unterdrückten Gefühlen, vergessenen Bedürfnissen und Teilen unseres ungelebten Lebens konfrontiert.

Ein wichtiger Grundsatz der Meditation ist: Was auch immer gerade da ist, es darf sein. Wenn wir die Zukunft nicht weiter fürchten und die Vergangenheit nicht ständig bedauern wollen, müssen wir die Gegenwart in genau diesem Augenblick akzeptieren. Werden Sie sich in der Meditation der Dinge, Gefühle und Gedanken gewahr, ohne sie zu bewerten, zu verändern bzw. zu korrigieren. Viele Probleme verschwinden bereits durch Betrachtung, Anerkennung und Annahme. Dabei geht es nicht darum, negative Dinge gut finden zu müssen und unverändert sich damit abzufinden. Vielmehr geht es darum, nicht weiter mit der Wirklichkeit zu streiten und darüber wütend, enttäuscht und verletzt zu sein, dass die Dinge nicht so sind, wie sie unserer Vorstellung nach sein sollten. Es geht darum, in genau diesem Moment in Harmonie und Akzeptanz zu sein mit der Art und Weise, wie die Dinge in genau diesem Augenblick sind. Und sich zusätzlich für eine andere Zukunft, neue Gewohnheiten und kraftvolle Ziele zu entscheiden.

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Meditation & Entspannung

Innere Balance ist ein dynamischer und kein statischer Zustand. Wahre Balance liegt in der Fähigkeit des Loslassens. Es ist daher ein Irrglaube, in der Meditation müsse es sofort um innere Ruhe gehen. Die Ruhe ist irgendwann eine Folge von Achtsamkeit, Akzeptanz, Selbstwahrnehmung und Selbstreflexion. Ein tiefes Bewusstsein dafür, wer wir sind, was wir wollen und warum wir wollen, was wir wollen, entsteht. Dieses Verstehen stellt sich ein, wenn unser Geist achtsam und still wird. Dabei ist Meditation keine Konzentration, sondern Achtsamkeit. Konzentration bedeutet Fokus und Ausschließung, die Achtsamkeit bedeutet umfassendes Gewahrsein, das nicht ausschließt. Johann Wolfgang von Goethe schrieb: “Denn das ist eben die Eigenschaft der wahren Aufmerksamkeit, dass sie im Augenblick das Nichts zu allem macht.” Kurz gesagt geht es in der Meditation um fokussierte Aufmerksamkeit. Meditation fördert das Entwickeln, also das sich Lösen von einer Verwicklung sowie die Selbstliebe.

Das geistige Gesetz der Gegenwart besagt: Es gibt kein glücklich werden, es gibt nur ein glücklich sein. Alles andere sind nur mentale Konstrukte.

Meditation & Wirkung: Was passiert durch Meditation?

Der Hirnforscher Dr. Richard J. Davidson führte unter der Aufsicht des Dalai Lama wissenschaftliche Forschungen zur Meditation durch. Unter Zuhilfenahme von Elektroenzephalografie (kurz EEG) zur Messung der summierten elektrischen Aktivität des Gehirns durch Aufzeichnung der Spannungsschwankungen an der Kopfoberfläche zeigten die Forschungen von Dr. Davidson erstaunliche Resultate. Durch die EEG-Ergebnisse konnte nachgewiesen werden, dass im Gehirn die Gamma-Wellen, die u.a. starke Konzentration und Lernprozesse fördern, während der Meditation um bis zu 30 Mal höher waren als im Normalzustand. Durch diese verändernde Gehirnwellenfrequenz wirkt die Meditationen positiv bei Stress, psychischen Schmerzen und Ängsten. In der Meditation verlangsamt sich der Herzschlag, es findet eine ruhigere und tiefere Atmung statt und die Muskeln entspannen sich. Der renommierte US-amerikanische Arzt, Psychiater, spiritueller Lehrer und Autor Dr. Dr. David R. Hawkins schrieb über diese bemerkenswerte Studie: „Dr. Richard Davidson von der Universität Wisconsin (Madison) hat herausgefunden, dass die Meditationspraxis des Mitgefühls und der liebenden Güte die Aktivität im linken präfrontalen Kortex (Sitz positiver Emotionen wie etwa Glücksgefühlen) stimuliert und die Produktion gleichzeitig auftretender Gammawellen mit hoher Amplitude steigert (ein Zeichen erweiterten Gewahrseins, gesteigerter Wachsamkeit und Er-kenntnis)“. Andere Studien konnten nachweisen, dass das Mantra “Om” beispielsweise unseren Vagusnerv anspricht, was nachweislich entzündungshemmend und bei Depressionen wirken kann.

Meditation & Wissenschaft – Meditation und die Wirkung auf die Gesundheit

Während der Meditation lassen sich auch vermehrt Alphawellen messen, die mit Kreativität in Verbindung stehen. Es geht also um einen entspannten Wachzustand. Während der Meditation werden bestimmte Körperprozesse in Gang gesetzt und u.a. diese Hormone freigesetzt: Oxytocin (verringert den Blutdruck und den Cortisolspiegel, wirkt sedierend und kann zu verbesserter Wundheilung führen; Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass Oxytocin die Auswirkung von Stress verringert), Dopamin (bekannt als das „Glückshormon”), Serotonin (steuert viele unterschiedliche Prozesse: Herz-Kreislaufsystem, Darmnervensystem und hat einen entscheidenden Einfluss auf unser Wohlbefinden, unseren inneren Antrieb und unser Verhalten) sowie Endorphine (Schmerzlinderung, Glücksgefühle, Stärkung des Immunsystems…). Die tägliche Praxis der Meditation mindert also nicht nur die schädlichen Auswirkungen von Stress, sondern kann sie sogar vollständig beseitigen und hat weitere wissenschaftlich belegte Vorteile: Verringerung von Bluthochdruck; Senkung des Cholesterinspiegels; Ausschüttung des Anti-Aging-Hormons DHEA; Stärkung des Immunsystems; Minderung von Ängsten, Depression und Schlafproblemen… Die Änderung der Biochemie unseres Körpers führt auch dazu, dass durch die Meditation die Serumkonzentration des Stresshormons Cortisol um bis zu 30 Prozent sinkt. Auch neurologisch lassen sich Änderungen feststellen. So ändert sich durch regelmäßige Meditation unsere Gehirnstruktur bzw. die Dichte der Nervenzellen im Gehirn steigt an und die Fähigkeit, Neuronen durch Synapsen miteinander zu verknüpfen, verbessert sich. So können neue Prozesse schneller und nachhaltiger erlernt werden.

Vorteile Meditation

Die heilsamen Auswirkungen der Meditation beruhen darauf, dass das darin trainierte Gewahrsein fähig ist, die Wirklichkeit zu verändern. Jede Kette von Geschehnissen, die im Körper endet, fängt im Bewusstsein an. Indem wir festsitzende Energie (griech. „energeia”, Wirkung) in Bewegung bringen, wird der ungehinderte Bewusstseinsfluss wiederhergestellt. Und das reicht aus, um den Körper in einen gesunden Zustand zurückzuversetzen. Der Körper ist Energie. Und Energie wird durch Gewahrsein verändert. Unser Leben ist jedoch häufig von dem Bestreben geprägt, bei uns und anderen jeweils sofortige Lösungen schaffen zu wollen. Für die Beachtung, Bedeutung und Annahme der Gefühle und Gedanken nehmen wir uns wenig bis gar keine Zeit. In der Meditation geht es um die Wahrnehmung und Anerkennung von Gefühlen, Schmerzen, Stimmungen etc. ohne Wertung, ohne Analyse oder Lösungen. Wir bekommen Resonanz auf das, was wir sind, was wir tun, was wir wollen. Woran wir in unserem Geiste festgehalten, hat die Macht, die Gehirnaktivität und die Neuroanatomie zu verändern.

Meditation lernen

Es gibt die Sage eines Mannes, der ins Shaolin-Kloster ging, um dort die Kampfkunst von den großen Meistern zu lernen. Er fragte den ältesten Meister, wie lange er denn brauche, um die Kampfkunst in der gleichen Perfektion wie er zu lernen. Der Meister betrachtete ihn und sagte nach einer Weile: “10 Jahre”. Der Mann erwiderte ungeduldig: “Aber ich werde sehr hart arbeiten, voller Ehrgeiz alles geben, was ich habe. Ich werde härter trainieren als die anderen und alles dafür tun, dass ich der beste Schüler bin. Wie lange brauche ich dann, um Meister zu werden?”. Der große Meister blickte den Schüler an und sagte: “Nun, in diesem Fall sind es 20 Jahre”. Diese Geschichte zeigt, dass wir manches nicht erzwingen können und uns auf den Prozess und den jeweiligen Moment einlassen müssen. Versuchen wir mit gewohntem Ehrgeiz schneller in der Meditation voranzukommen und unsere tägliche Praxis in Erfolg und Misserfolg zu bewerten, verlassen wir genau das, auf das es in der Meditation wirklich ankommt.

Für westliche Menschen gilt meist der Grundsatz „von Nichts kommt Nichts“, aber in den alten Weisheitslehren des Ostens heißt es: „Alles kommt aus dem Nichts“. Und unter anderem darin liegt die enorme Kraft der Meditation. “Musik ist die Stille zwischen den Tönen”, wie der Komponist Claude Debussy einst schrieb. Buddha sagte: “Du kannst dir inneren Frieden nicht herstellen. Er ist deine wahre Natur. Er bleibt übrig, wenn du alles aufgibst, was dich leiden lässt“. Und Laotse sagte: “Die größte Offenbarung ist die Stille!“

Osho sagte: “Meditation ist nichts anderes als die Bemühung, die Wirklichkeit ohne den Verstand zu sehen – denn das ist die einzige Möglichkeit, die Wirklichkeit zu sehen. In dem Moment, da der Verstand sich einmischt, verzerrt und verfälscht er die Wirklichkeit.”

Wer Meditation lernen möchte, findet dazu in meinem Erfolgsbuch „DU BIST, WAS DU DENKST – In 45 Tagen zu Ihrem schönsten Leben“ wertvolle Hinweise und Übungen. Auf Wunsch ist auch ein spezielles Meditationskonzept Bestandteil meines Life Coachings und Business Coachings.

Meditations-App – die besten Meditations-Apps im Überblick

Diese Meditations-Apps sind meiner Erfahrung nach Empfehlenswert:

https://www.headspace.com

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https://www.7mind.de

https://www.audio-resonance.com

https://breethe.com

https://www.tenpercent.com

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