Was ist Emotion? Alles über die menschlichen Emotionen!

Die moderne Wissenschaft bestätigt: Jedes unserer körperlichen Moleküle wird innerhalb von 7 Jahren erneuert. Doch wir selbst erneuern uns nicht alle 7 Jahre von Grund auf. Vielmehr scheint das, was uns im Wesenskern ausmacht, nicht rein körperlicher Natur zu sein. Denn wir Menschen sind in erster Linie nicht rationale, sondern emotionale Wesen. Wir erinnern uns vor allem an etwas gut, wenn die Erinnerung mit einem starken Gefühl verbunden ist. Keine Entscheidung erfolgt ohne Emotion. Laut dem Neurologen Donald Caine führen nur Emotionen zum Handeln, der Verstand dient der Beurteilung. Unser Wissen wird nur dann zu einer echten Erfahrung, wenn dies mit Emotionen gekoppelt ist. Unsere Emotionen machen unser Wissen erst wirklich abrufbar.

Eine präzise wissenschaftliche Definition für den Begriff „Emotion“ gibt es nicht. Eine Emotion kann wie folgt definiert werden:

„Eine Emotion beschreibt eine subjektive bedeutsame menschliche Reaktion auf einen physikalischen Reiz. Situationen, Handlungen oder konkrete Objekte können individuell eine negative oder positive Bedeutung haben“.

Wikipedia definiert Emotionen wie folgt: „Emotion bezeichnet eine psychophysische Bewegtheit, die durch die bewusste oder unbewusste Wahrnehmung eines Ereignisses oder einer Situation ausgelöst wird“.

Häufig werden fälschlicherweise die Begriffe Emotion, Gefühl und Stimmung synonym verwendet:

Gefühle, Stimmungen, Emotionen

Das Wort Emotion ist lateinisch. Das Wort ist im Französischen des 17. Jahrhunderts zu finden und heißt auf französisch „émotion“ und ist auf das Wort „Erregung“ zurückzuführen. Der Wortursprung geht letztlich auf lateinisch ēmovēre (herausbewegen) zurück, einer Ableitung zu movēre“ (bewegen, emporwühlen, erregen). Im Gegensatz zum Gefühl sind Emotionen als ein Affekt meist nach außen gerichtet. Gefühle sind der Ausdruck unserer wahrgenommenen Emotionen. Oft wird zur Unterscheidung das sog. Eisbergmodell verwendet: Emotion ist das, was unter der Wasseroberfläche liegt und sich im Unterbewusstsein befindet. Die Gefühle hingegen sind der sichtbare Teil des Eisbergs und befinden sich im Bewusstsein. Im Vergleich zu Stimmungen sind Emotionen zeitlich relativ kurz und intensiv.

Zusätzlich unterscheidet man noch zwischen Gefühl, Stimmung und Affekt:

Gefühl: subjektiv affektive Komponente, mittlere Dauer und mittlere Intensität

Stimmung: länger andauernd, weniger intensiv

Affekt: sehr kurze, heftige Gefühlswallung („Mord im Affekt“)

Auch der renommierte US-Emotions- und Mimikforscher Dr. Paul Ekman unterscheidet dabei zwischen Emotion, Gefühl und Stimmung:

  • Die Emotion steht über allem, ist nicht steuerbar, kommt sofort und automatisch
  • Dem folgt die Reaktion auf die Emotion – das Gefühl
  • Die Stimmung ist ein abgeschwächter, aber andauernder emotionaler Zustand

Die meisten Menschen unterdrücken, verdrängen, verzerren oder rennen vor ihren Emotionen weg. Diese unterdrückten Emotionen sammeln sich im Laufe der Zeit soweit an, dass sie zu körperliche Störungen, psychosomatischem Leid oder emotionale Krankheiten führen. Und wer seine Gefühle ständig unterdrückt, weiß irgendwann nicht mehr, was er fühlt. Dabei sind unsere Emotionen unser Navigationssystem, ob etwas gut oder schlecht für uns ist und steuern dahingehend unser Denken und Handeln.

Studien belegen, dass Menschen mit multiplen Persönlichkeitsstörungen (Dissoziative Identitätsstörung) wie beispielsweise Schizophrenie körperliche Unterschiede zeigen, je nachdem, in welcher „Persönlichkeit“ sie sich gedanklich und emotional befinden. So können bei ein und derselben Person ganz andere Werte bei Allergien, Krankheiten, Blutdruck, Sehvermögen, Augendruck usw. festgestellt werden. Unsere Emotionen und Überzeugungen setzen folglich die Grenzen unseres Lebens.

Emotionen haben auch einen Einfluss auf unsere Gedanken. Studien zufolge denken wir im Schnitt 60.000 bis 80.000 Gedanken pro Tag. Einer Studie des American Science Institutes zufolge sind von den durchschnittlich 65.000 Gedanken pro Tag ungefähr 80 Prozent genau dieselben Gedanken, die wir auch am Vortag hatten. Unsere Gefühle bestimmen die Qualität unserer Gedanken. Gefühle werden, bewusst und unbewusst, durch unsere Gedanken verarbeitet. Gedanken sind so Rationalisierungen unserer inneren Gefühle. Lösen wir die hinter den Gedanken stehenden Gefühle, so lösen sich ganze Gedankenketten der immer gleichen Gedanken auf.

Welche Emotionen gibt es?

Emotionen gibt es viele, darunter Scham, Schuld, Angst, Hass, Apathie, Trauer, Wut, Stolz, Ekel, Überraschung, Mut, Liebe und Freude. Gefühle von Angst, Wut, Schuld und Stolz sind die Triebfeder vieler unserer Handlungen, Entscheidungen und Wahrnehmungen. Wissenschaftler der Universität Berkeley haben insgesamt 27 verschiedene Emotionen definiert:

  • Angst
  • Sorge
  • Entsetzen
  • Ekel
  • Sexuelle Lust
  • Romantik
  • Verwirrung
  • Verzückung
  • Nostalgie
  • Gelassenheit
  • Wertschätzung von Ästhetik
  • Verlagen (z.B. nach Schokolade)
  • Ehrfurcht/Schock
  • Bewunderung
  • Glück
  • Verehrung
  • Belustigung
  • Unbeholfenheit
  • Befriedigung
  • Aufregung
  • Interesse
  • Überraschung
  • Schmerz
  • Erleichterung
  • Wut
  • Trauer
  • Langeweile

Primäre Emotionen

Emotionsforscher Paul Ekman reiste mit seinem Team quer durch die ganze Welt – von Asien, Europa, Nord- und Südamerika und von der Zivilisation bis dato fernen Buschvölker – und erforschten die Grundemotionen von Menschen.

Emotionen bestehen nach Ekman aus vier Bereichen:

  • Körperliche Reaktion
  • Bewertendes Gefühl
  • Bewertende Gedanken
  • Verhalten, das sich daraus entwickelt

Die drei für den Menschen wichtigsten Emotionen sind Anerkennung, emotionale Nähe und Verständnis sowie Stolz bzw. Respekt. Oft sind wir unserer primären Emotionen nicht bewusst, sondern lediglich der sekundären emotionalen Reaktion darauf. Emotionen sind Antrieb unseres Lebens, Grundlage unseres Handelns und unserer Entscheidungen.

Die sieben universellen Basisemotionen, die nach Ekman weltweit kultur- und geschlechterübergreifend gleich sind:

  • Freude
  • Verachtung
  • Ekel
  • Wut / Ärger
  • Trauer
  • Angst
  • Überraschung

Ekman hat daraus das System der Mikroexpressionen entwickelt, mit dem man die primären Emotionen im Gesicht eines Menschen lesen kann.

Wie entstehen Emotionen?

Neuronal sind diese Bereiche an der Entstehung von Emotionen beteiligt:

  • Parasympathikus und Sympathikus (Steuerung der physiologischen Komponente durch Katecholamine – Noradrenalin und Adrenalin)
  • Frontallappenbereich
  • Hypothalamus und limbisches System
  • Amygdalae (Mandelkerne)
  • Hippocampus

Das Limbische SystemDie Amygdala ist Teil des limbischen Systems und für das Erleben von Stress und Angst zuständig. Sie ist ein kleiner, mandelförmiger Komplex von Nervenzellen im unteren Bereich des Gehirninneren. In der Amygdala (Mandelkern) sind viele menschliche Emotionen zu Hause. Sie verarbeitet äußerliche Einflüsse, löst bei Bedarf Angst, Fluchtreflexe oder andere Emotionen aus und setzt die entsprechenden Hormone frei. Die Amygdala besitzt außerdem ein eigenes Gedächtnis: Wurde man z.B. als Kind von einem Hund gebissen, verbindet die Amygdala die Erinnerung an Hunde mit Angst.

Das limbische System ist ein sehr alter Teil des Gehirns, der sich aus mehreren Strukturen zusammensetzt. Es werden ihm Leistungen wie die Steuerung der Funktionen von Antrieb, Lernen, Gedächtnis, Emotionen sowie vegetative Regulation der Nahrungsaufnahme, Verdauung und Fortpflanzung zugeschrieben. Das limbische System ist der Sitz des Unterbewusstseins und des autonomen Nervensystems, das alle automatisch ablaufenden biologischen Funktionen steuert. Es ist an unserem Instinktverhalten, den grundlegenden Emotionen und Impulsen (darunter auch Sexualtrieb, Wut, Vergnügen oder Überlebensdrang) beteiligt. Kurzum: Das limbische System steuert unsere Emotionen. Ein Gefühl ist dann die Reaktion auf eine Emotion. Emotionen entstehen im Gehirn, Gefühle im Körper. Vereinfacht gesagt bedeutet ein Gefühl das Bewusstwerden einer vorangegangenen Emotion. Neurowissenschaftlich unterscheidet man oft zwischen Emotionen als der körperlichen Reaktion auf einen äußeren Reiz, und Gefühlen, bei denen das Gehirn die Reaktionen des Körpers verarbeitet. Das limbische System ist folglich unser emotionales Zentrum und eng vernetzt mit anderen Gehirnarealen, die Einfluss auf unser Verhalten nehmen (insbesondere, wenn es um elementare Gefühle oder instinktive, überlebenswichtige Verhaltensweisen geht). Das limbische System steuert beispielsweise auch unsere archaischen Notfallprogramme Angriff, Flucht oder Starre (Kampf-oder-Flucht-Reaktion, engl. fight-or-flight response).

Es gibt eine wachsende Zahl von Studien, die die Wechselwirkung unseres Denkens und unserer körperlichen Reaktion bestätigen. Was vor Jahren noch eine esoterische Anmutung hatte, ist heute gängige Wissenschaft. So werden beispielsweise unausgesprochene negative Emotionen und Spannungen zwischen Hirn, Herz und Darm entlang des Vagusnervs hin und her übertragen. Dadurch kommt es zu funktionellen Störungen wie z.B. Magendrücken, Darmproblemen, Verstopfung und anderen entzündlichen Vorgängen. Auch die jüngste Psychoneuroimmunologie-Forschung zeigt, dass übermäßige Sorgen das Immunsystem beeinträchtigen und zu einer Vielzahl von Erkrankungen führen können, darunter Herzerkrankungen bis hin zu Alzheimer. Auch die vielfach propagierte Bedeutung der richtigen Ernährung ist zwar erwiesenermaßen richtig, doch herrscht mittlerweile auch darüber Konsens, dass unsere Einstellung und Emotion dabei eine ebenso wichtige Rolle spielt. Dabei macht es einen wesentlichen Unterschied, ob wir daran glauben, ob das Nahrungsmittel, das wir zu uns nehmen, gut oder schlecht für uns ist. Denn wenn wir etwas essen, von dem wir überzeugt sind, dass uns dies nicht gut tut, löst dieser Stressvorgang negative Prozesse in uns aus. Essen wir nur gesunde Nahrung, mag dies zwar unserem Körper gut tun, doch wenn wir dies aus einer tief sitzenden Angst vor Krankheit oder Tod tun, löst dies inneren Stress aus.

Unser emotionales und soziales Gehirn sehnt sich nach der Sicherheit einer festen Bindung. Sicherheit garantierte seit jeher unser Überleben. Dies erklärt auch, warum wir Schmerz empfinden, wenn wir enttäuscht werden. Der Emotionspsychologe Ethan Kross veröffentlichte im Journal Proceedings of the Natural Academy of Sciences eine Studie, nach der Zurückweisungen, Treuebruch und tiefe Enttäuschungen vom Gehirn wie Schläge, Verbrennungen oder andere Traumata interpretiert werden.

Wut und Rache

Emotionen Wut und RacheDie starke Emotion „Wut“ erleben wir beispielsweise, wenn wir andere Menschen anbrüllen, klein machen oder harte Konsequenzen androhen. Die emotionalen Folgen: Nach Wut kommen häufig Gefühle wie Trauer, Schuld oder Scham, oft folgt dann eine Überkompensation zur Wiedergutmachung. Die Reaktion der Mitmenschen ist häufig Distanz, um uns zu schonen oder aus Angst. Nach dem Motto: „Lass mal lieber, sonst flippt der wieder aus“. Wut bringt eine eigenartige Form der Isolation mit sich. Wir geben anderen die Schuld an unserer Wut und rechtfertigen dadurch unser eigenes, aggressives und oft destruktives Verhalten. Der meisten Wut liegen Verletzungen und Angst zugrunde. Wir werden wütend, weil unser Ideal, die Vorstellung, die wir von uns selbst haben, angegriffen und infrage gestellt wird. Angst ist als Dauerzustand so schlimm, dass unser Verstand um jeden Preis einen Ausweg finden muss. Vieles mündet irgendwann in sinnlose Gewohnheiten: Hass auf den Kollegen oder Chef, auf Politiker oder die Nachbarn, die zunehmend zu Feinden werden. Wut ist auf Dauer nicht nur eine psychische Belastung, sondern führt auch zu körperlichen Problemen und fördert Entzündungen im Körper.

Eine Gruppe von Schweizer Forschern eruierte, was im Gehirn passiert, wenn jemand Rache nimmt. Bei ihren Untersuchungen scannten sie die Gehirne der Menschen, die gerade während eines Experiments im Labor ungerecht behandelt worden waren. Die Forscher gaben den Teilnehmern dann die Möglichkeit, die andere Person zu bestrafen. Beim Nachdenken der Teilnehmer über die Art der Rache wurde die Aktivität in ihren Gehirnen aufgezeichnet. Die Forscher bemerkten eine signifikante Erhöhung neuronaler Aktivität im Caudatkern. Dies ist der Teil des Gehirns, der Belohnungen verarbeitet. Somit ergab der erste Teil der Studie, dass Rache als lohnend bewertet wird.

Doch die Forscher wollten wissen: Lohnt sich Rache auf lange Sicht? Wir glauben oft, dass Rache zu einer Befriedigung und emotionalen Befreiung führt und dass Vergeltung uns helfen wird, uns besser zu fühlen. Doch die langfristigen Auswirkungen der Rache sehen ganz anders aus. Die Psychologen kamen zu dem Ergebnis: Rache löscht nicht das Gefühl Feindseligkeit, sondern verlängert nur das unangenehme Gefühl. Anstatt Gerechtigkeit zu üben, schafft Rache folglich oft nur einen Zyklus von Vergeltungsmaßnahmen.

Emotionsregulation

Um Positives zu erleben, müssen wir positive emotionale Zustände erzeugen. Meist sind wir uns der primären Emotionen nicht bewusst, sondern nur der sekundären emotionalen Reaktionen darauf.

Oftmals sind wir mit unseren starken Emotionen so eng verwoben, dass wir uns mit ihnen identifizieren. Wir glauben dann, dass wir genau das sind, was wir gerade denken und fühlen. Doch wir sind nicht unsere Gedanken und Gefühle, vielmehr können wir diese zu jederzeit verändern und damit neue Ergebnisse und eine neue Realität schaffen.

Menschen nehmen in Bruchteilen einer Sekunde äußere Reize (z.B. ein Ereignis) wahr und interpretieren diese. Für uns hängt der äußere Reiz und die innere Emotion zusammen. Unsere Emotionen entstehen jedoch ausschließlich durch die Bedeutung, die wir dem äußeren Reiz beimessen, sprich, wie wir diesen interpretieren. Diese Interpretationen sind meist das Resultat unserer Erfahrungen, Erziehung, Glaubenssätzen und der eigenen Persönlichkeitsstruktur. Wir haben also genau an dieser Stelle die Möglichkeit, uns unserer bisherigen, unterbewussten und automatischen Interpretation bewusst zu werden und unsere Interpretationen des alten Reiz-Reaktionssystems durch neue Denk- und Sprechmuster zu ändern.

Beispiel:

Äußerer Reiz: jemand kritisiert uns.

Innere Emotion: Ich fühle mich klein, wertlos und schäme mich…

Interpretation: Nie mache ich…, schon immer wurde ich…, noch nie war ich…

Emotion: Trauer, Wut, Scham, Resignation, Angst o.ä.

Verhalten: Rückzug, Aggression, etwas Bestimmtes sagen oder nicht sagen, mental oder physisch flüchten…

Nicht die Gedanken oder Tatsachen selbst sind schmerzhaft oder beängstigend, sondern unsere Emotionen, die damit einhergehen. Forschungen bestätigen: Wenn wir uns ängstlich fühlen, nimmt unsere emotionale Sensibilität zu. Wir achten dann mehr auf die Emotionen anderer, was mitunter dazu führt, dass wir wohlwollende und glückliche Emotionen bei anderen als negative Emotionen interpretieren, z.B. Wut, Verachtung oder Ablehnung. Und genau das verursacht dann noch mehr Angst. Das führt dann dazu, dass ängstliche Menschen nicht selten in eine sich nach unten drehenden Angstschleife geraten.

Emotionsmanagement

Bei den menschlichen Bedürfnissen können wir auch die nachstehenden 10 Emotionsarten und deren Botschaften beachten:

  1. Unglück – Botschaft: Ändern Sie Ihren Zustand, klären Sie, was Sie wollen, und ergreifen Sie Maßnahmen in die gewünschte Richtung. Wir leiden, wenn zwei Dinge passieren:
    Etwas, was in einem Bereich unseres Lebens passiert, entspricht nicht unserem Weltbild. 
b. Wir glauben mit absoluter Sicherheit, dass wir machtlos sind, die Situation zu ändern. Leiden tritt auf, wenn wir den limitierenden Glaubenssatz akzeptieren, dass wir keine Kontrolle über unser Leben haben.
  2. Angst / Sorge – Botschaft: Andern Sie Ihre Sichtweise, wenn Sie die Situation nicht ändern können. Angst führt häufig zu Kontrolle. Doch wer kontrolliert, zwingt Ereignissen und Menschen die eigene Vorgehensweise auf und begibt sich dadurch in hohe Abhängigkeit äußerer, nicht kontrollierbarer Faktoren. Wer oft nach Ausreden sucht, anderen die Schuld gibt, in dem Glauben lebt, niemand gebe ihm/ihr genügend Dankbarkeit oder Wertschätzung, der muss erkennen, dass dies weniger an den anderen Menschen als am eigenen Kontrollbedürfnis liegt.
  3. Verletzung – Botschaft: Sie haben eine Erwartung, die nicht erfüllt wurde und haben ein Gefühl des Verlustes. Denn Verletzungen resultieren aus tief verwurzelten Überzeugungen. Vielleicht ändern Sie die Art und Weise, wie Sie Ihre Bedürfnisse oder Ihr Verhalten kommunizieren. Erwartungen sind ein Versuch, die eigene Zukunft unter Kontrolle zu bringen.
  4. Wut – Botschaft: Eine wichtige Regel in Ihrem Leben wurde von jemand anderem oder vielleicht sogar von Ihnen selbst verletzt. Wütende Menschen sind sehr verletzt. Denn hinter Wut steht immer eine (unausgesprochene) Verletzung. Anstelle der Wut muss man lernen, die Verletzung auszudrücken und zu heilen. Aber unser Schmerz wird erst dann zum Lehrer, wenn wir dessen Ursache erkennen. Kommunizieren Sie Ihre konkreten Vorstellungen, Bedürfnisse und Standards klar und rechtzeitig. Verkappte Wut tritt auch oft als Überheblichkeit auf. Ändern Sie ggf. Ihre Wahrnehmung, Ihr Vorgehen und Ihre Kommunikation. Oder gehen Sie einen Kompromiss ein. Oder ändern Sie Ihre Regeln.
  5. Frustration – Botschaft: Ändern Sie Ihren Ansatz, um Ihre Ziele zu erreichen. Werden Sie flexibler. Hinterfragen Sie Ihr Umfeld, Ihr Tun.
  6. Enttäuschung – Botschaft: Ändern Sie Ihre Erwartungen, Ihre Sicht der Dinge. Kommunizieren Sie klar und geben Ihrem Umfeld die Chance, Ihren Willen und Ihre Bedürfnisse zu erfahren.
  7. Schuld / Bedauern – Botschaft: Sie verstoßen gegen einen Teil Ihres eigenen Standards. Verändern Sie in Zukunft Ihr Handeln oder bekommen Sie Klarheit über Ihre tatsächlichen Werte, Standards und Normen.
  8. Minderwertigkeit – Botschaft: Tun Sie etwas, um in einem Lebensbereich besser zu werden und Ihrem eigenen Anspruch zu genügen. Oder akzeptieren Sie Ihr eigenes Sosein, Ihre individuelle Besonderheit, und ändern Sie Ihren Maßstab für das Vergleichen mit anderen.
  9. Überforderung – Botschaft: Bewerten Sie neu, was Ihnen absolut wichtig ist. Priorisieren Sie. Ordnen Sie die wichtigen Dinge Ihres Lebens und Wirkens. Schreiben Sie die wichtigsten Dinge auf eine Liste und streichen Sie bewusst die Dinge, die unnötig oder erst später wichtig sind. Vermutlich erwarten Sie zu viel in einer zu kurzen Zeitspanne. Vergessen Sie nicht: Die meisten Menschen überschätzen das, was sie in einem Jahr schaffen können und unterschätzen das, was sie in 3, 5 oder 10 Jahren erreichen können.
  10. Einsamkeit – Botschaft: Suchen Sie Verbindungen zu anderen Menschen.

Gefühle

Emotionale Balance

Wenn wir eine Emotion in unserem Herzen haben, sendet diese Emotion ein Signal zu unserem Gehirn, und die Qualität dieses Signals bestimmt, was das Gehirn als Reaktion auf die Emotion tut. 90 Prozent der Nervenbahnen vom Herzen führen zum Gehirn. Der Kopf mag denken, aber das Herz weiß. Das amerikanische Institut für Herzmathematik (HeartMath Institute) hat zahlreiche Forschungen über das Herz durchgeführt und wissenschaftlich bewiesen, dass das Herz viel mehr als nur eine organische Funktion hat!

Ihr Herz ist die stärkste Quelle elektromagnetischer Energie in Ihrem Körper, mit einem elektrischen Feld, das etwa 60 Mal größer ist als das unsers Gehirns, und einem Magnetfeld, das über 100 Mal größer ist. Unser Herz beeinflusst unsere geistige Klarheit, Kreativität, die emotionale Balance und Intuition auf einer sehr tiefen Ebene.  Wir haben buchstäblich ein Herz-Hirn, mit neuronalen Schaltkreisen, die es unserem Herzen ermöglichen, zu fühlen, zu lernen, sich zu erinnern und sogar Entscheidungen zu treffen.

Im Life Coaching und im Business Coaching machen wir verborgene, unterdrückte und destruktive Emotionen sichtbar und setzen dort den Hebel an, wo die Ursache negativer Denk- und Verhaltensmuster liegt.

„Es ist niemals die Umgebung; es sind niemals die Ereignisse in unserem Leben, sondern die Bedeutung, die wir damit verknüpfen – wie wir sie interpretieren – das entscheidet darüber, wer wir heute sind und wer wir morgen sein werden.“ Tony Robbins