Wie viele Startups scheitern

Nur eines von zehn Startups wird richtig erfolgreich, sagen Experten. Mehr als 80 Prozent aller Startups scheitern innerhalb von drei Jahren, einige Zahlen gehen auch von 90 Prozent und mehr aus. Laut Deutschem Start-Up Monitor hat bereits ein Drittel der Deutschen Startup-Gründer zuvor ein gegründetes Startup eingestellt.

76 Prozent der Neugründungen finden in Teams statt, so eine Untersuchung des Deutschen Startup-Monitors. Das renommierte US-amerikanische Gründerzentrum Y Combinator analysierte im Rahmen ihrer Zusammenarbeit mit einigen Hundert Start-ups, dass nur eines von 10 erfolgreichen Start-ups aus nur einem Gründer besteht. Die meisten erfolgreichen Start-ups bestehen aus mindestens zwei oder mehr Gründern, die Scheiterungsquote von Startups mit nur einem Gründer ist folglich höher.

Warum Startups scheitern

Im Jahre 2016 veröffentlichte der Daten-Dienst CB Insights eine Analyse der 20 häufigsten Gründe, woran Start-ups scheitern. Durchschnittlich war für die von CB Insights untersuchten Startups 20 Monate nach der letzten Finanzierungsrunde Schluss. Der Mittelwert der in die gescheiterten Firmen investierten Gelder lag bei 1,3 Millionen US-Dollar.
Die drei wesentlichsten Gründe sind laut CB Insights:
1. Fehlende Nachfrage
2. Probleme im Team
3. Wenig Cash

Probleme im Team scheinen dabei eine zentrale Rolle zu spielen. „70 Prozent aller Start-ups, die scheitern, scheitern an einem Problem mit dem Team“, sagt der Leiter der Berlin Start-up Academy, Christoph Räthke. Eine Untersuchung des RKW Kompetenzzentrums aus dem Jahr 2016 bestätigte diese Aussage und ergab, dass über 60 Prozent der Startups wegen Problemen im Team scheitern. Michael Brandkamp, Geschäftsführer des High-Tech-Gründerfonds, sagte in einem Interview mit gruenderszene.de: „50 Prozent aller fehlgeschlagenen Neugründungen scheitern daran, dass das Team nicht zusammenpasst”.

Das Gründercoaching und die Beratung von Startups spielen demnach nicht nur für die einzelne Gründerpersonen, sondern auch vehement für den Unternehmenserfolg eine zentrale Rolle. Ebenso die Analyse von Gründerpotenzialen und Zusammenstellung passender Teams findet zunehmend Akzeptanz unter den Startup-Unternehmern und Venture Capital Investoren.

Aus meiner langjährigen Beraterpraxis heraus habe ich 5 Kernfaktoren ermittelt, woran Gründer und Selbstständige oft scheitern:

1. Zeitpunkt: Die Geschäftsidee ist zu früh oder zu spät.
2. Relevanz: Die Geschäftsidee ist aus Zielgruppensicht nicht relevant.
3. Preis: Das Angebot ist zu teuer.
4. Nutzen: Das Angebot ist ohne klaren Nutzen und unscharfer Positionierung.
5. Gründerpotenzial: Die Gründung erfolgte abseits der jeweiligen Gründer- und Teampotenziale.

Dies ist eines der Gründe, warum ich einen spezifischen Leitfaden für Gründer und Selbstständige geschrieben habe. Dieser Ratgeber nimmt den Gründer und Selbstständigen an die Hand und führt ihn von der Idee Schritt-für-Schritt bis zur Kundengewinnung. „Erfolgreich in die Selbstständigkeit“ ist ein Selbstcoaching-Tool für Gründer und Selbstständige auf Basis jahrelanger Erfahrung als erfolgreicher Gründer und Gründercoach. Der Leitfaden enthält zahlreiche Vorlagen, Adressen, Tipps und Informationen. Nähere Informationen gibt es unter http://www.marcelkaffenberger.com/produkt/erfolgreiche-existenzgruendung.

Ideal ist auch eine Motivanalyse nach Prof. Steven Reiss. Auf Basis der Reiss Profile Analyse können Gründer und Selbstständige sehen, was und wen sie zum erfolgreichen Arbeiten brauchen und wie sie als Team erfolgreich zusammenarbeiten.

By | 2017-03-03T16:23:11+00:00 März 3rd, 2017|Coaching, Gründer, Startup, Studien|