Die richtigen Mitarbeiter finden

Mitarbeiter finden – Personalsuche & Recruitment

Der Mensch ist Erfolgsfaktor Nummer Eins! Firmen aller Art müssen heute um die Gunst qualifizierter Bewerber kämpfen und sich optimal als attraktive Arbeitgebermarke präsentieren, um so die richtigen und passenden Mitarbeiter anzusprechen. Dabei haben die Arbeitgeber zwei wachsenden Herausforderungen zu bewältigen: zum einen qualifizierte Mitarbeiter finden, zum anderen die Mitarbeiter finden, die zum eigenen Unternehmen und Team passen. Denn Fehlbesetzungen sind mit immensen Kosten verbunden. Gemäß internationalen Studien sind die Folgekosten einer Fehlentscheidung bei der Einstellung eines Mitarbeiters mit 15 Monatsgehältern zu kalkulieren. Die renommierte Personalberatung Kienbaum schätzt die Folgekosten einer Fehlbesetzung sogar auf das 1,5 bis 3-fache des Jahresgehalts – ohne Berücksichtigung der psychosozialen Kosten. Forschungen zeigen, dass sich die Gesamtleistung eines Teams im beruflichen Kontext meistens an der Leistung des leistungsschwächsten einzelnen Teammitglieds orientiert.

Zu Beginn der Mitarbeiterauswahl stellen sich fünf zentrale Fragen:

  1. Kompetenz. Ist die Person die Richtige für den Job? Hat die Person die nötige Kompetenz?
  2. Potenzial. Hat die Person Entwicklungspotenzial?
  3. Ziele. Hat die Person Interesse, den Job langfristig zu machen? Passen die Ziele der Person zu den Zielen des Unternehmens und zu den Zielen der zu besetzenden Stelle?
  4. Persönlichkeit. Was ist das Wesentliche der Persönlichkeitsstruktur? Verstärkt der Job positiv die Persönlichkeit? Wie kann ich diese Person dauerhaft motivieren?
  5. Teamfit. Passt die Person ins Team? Habe ich persönlich Lust, mit dieser Person zusammen zu arbeiten?

Um bei der Personalsuche einen bestmöglichen Abgleich zwischen Sollanforderung und Ist-Eignung herstellen zu können, sollte vor der Suche eine Liste mit Eckpunkten zur Position und Person erstellt werden, darunter Stellenbeschreibung Aufgabenbeschreibung, Kompetenzanforderung, soziale Kompetenzen, Unternehmenskultur, Ziele etc. Je präziser Sie innerhalb des Recruitments im Detail Klarheit über das Anforderungsprofil – eben auch abseits der fachlichen Kompetenzen – haben, desto stärker die Entscheidungssicherheit. Die Personen mit ihren Zielen, Fähigkeiten, Einstellungen und Motiven müssen zum Anforderungsprofil, Businessmodell, Team und zur Unternehmenskultur passen. Teams, richtig zusammengestellt, arbeiten mit hoher Eigenmotivation, Arbeitseffizienz und Integrität. Dies ist auch hinsichtlich flexibler Arbeitszeitmodelle und virtueller Arbeitsgruppen von steigender Relevanz.

Während der Probezeit sollten unbedingt Meilensteine vorher definiert werden, so dass Sie auf Basis dieser zum Ende der Probezeit eine bewusste und fundierte Entscheidung treffen können. Dabei sollten Sie sich nicht nur auf Ihr eigenes Urteil verlassen, sondern auch auf das Feedback des Teams und der Personen, die mit der betreffenden Person zusammenarbeiten.

Vorab sollten Referenzen eingeholt und Gespräche mit diesen Personen geführt werden. Und überall wo möglich, sollten Sie vorab an einem gemeinsamen Projekt arbeiten haben oder die Person zu einem Probearbeiten einladen.

Doch welche Anforderungen sollte wir heutzutage an neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stellen? Diese Frage lässt sich nur in Bezug auf die jeweilige Branche, Firma und Teamstruktur beantworten. Hinsichtlich der beiden Makrofaktoren „Globalisierung“ und „Digitalisierung“ können aber einige grundlegende Eigenschaften, die in der derzeitigen Arbeitswelt von wesentlicher Bedeutung sind, genannt werden. Dazu gehören u.a.:

Leidenschaft (Antrieb, Eigenmotivation)

Flexibilität (Anpassungsfähigkeit)

Ungewissheitstoleranz (kalkulierte Risiken eingehen)

Kommunikation (Aufbau von Netzwerken)

Unternehmerisches Denken (Eigenverantwortung, Zusammenhänge betrachten)

Entwicklung (Wachsen + Lernen)

„Jemanden, der direkt für mich arbeiten soll, würde ich nur einstellen, wenn ich auch bereit wäre, für diese Person zu arbeiten“, sagte Mark Zuckerberg am Rande einer Konferenz. Das Einstellungskriterium von Steve Jobs lautete: „Wenn ich jemand Erfahrenen einstelle, ist Kompetenz die Grundvoraussetzung. Jemand muss wirklich smart sein. Aber die eigentlich wichtige Frage für mich ist, ob jemand bereit ist Apple zu lieben – alles andere ergibt sich dann von selbst: so jemand wird das tun, was für Apple am besten ist, nicht für sich selbst, mich oder irgendjemand anderen.“

Wo fachliche Qualifikationen augenscheinlich immer vergleichbarer werden, zeigt sich, dass die Persönlichkeit mit ihrer Motivations- und Antriebsstruktur immer wichtiger wird. „Das Team, das man zusammenstellt, ist das Unternehmen, das man aufbaut“, sagte Mitgründer von Sun Microsystems und Silicon-Valley-Investor.

By | 2017-07-17T11:18:27+00:00 Juli 12th, 2017|Führungskräfte, Motivation, Personal, Studien, Teams|